So bleibt der Weihnachtsbaum heil, auch mit Katze und Hund

Ein Weihnachtsbaum, der Katze und Hund aushält, steht fest, trägt im unteren Bereich nur bruchsicheren Schmuck und kommt ohne Lametta aus. Mit diesen 10 Tipps bleibt der Baum stehen, und Katze und Hund bleiben gesund. Die meisten gelten für beide Tiere, besondere Hinweise für Hunde findest du weiter unten.

1. Den richtigen Platz wählen

Stell den Baum in eine Ecke, damit er nur von einer Seite erreichbar ist. Achte darauf, dass kein Sofa, Regal oder Kratzbaum daneben steht. Das wäre für Katzen die perfekte Absprungrampe in die Zweige.

2. Für einen festen Stand sorgen

Ein schwerer, breiter Baumständer ist die wichtigste Anschaffung. Zusätzlich kannst du die Spitze mit einer dünnen, durchsichtigen Schnur an einem Haken in Wand oder Decke sichern. So kippt der Baum auch dann nicht, wenn eine Katze hineinspringt.

3. Den Baum erst ungeschmückt stehen lassen

Lass den Baum ein bis zwei Tage ohne Schmuck stehen. Katzen und Hunde erkunden das Neue, und die erste Neugier lässt oft nach, bevor glänzende Kugeln dazukommen.

4. Unten nur bruchsicherer Schmuck

Das untere Drittel ist die Spielzone. Häng dort nur Schmuck aus Holz, Filz, Stoff oder Papier auf, oder lass es ganz frei. Glaskugeln gehören nach oben. Befestige Anhänger mit festen Bändern oder Schleifen statt mit Metallhaken, die herunterfallen und verschluckt werden können.

5. Kein Lametta und kein Engelshaar

Lametta und Engelshaar ziehen Katzen magisch an. Verschluckt werden die dünnen Fäden gefährlich für Magen und Darm. Verzichte darauf und setz stattdessen auf Holzperlen-Girlanden, Filzbänder oder Papiersterne.

6. Die Lichterkette sichern

Nutze eine LED-Lichterkette, die nicht heiß wird. Führ das Kabel möglichst hoch am Stamm entlang und schütz das Stück am Boden mit einem Kabelkanal. Eine Zeitschaltuhr sorgt dafür, dass die Lichter aus sind, wenn niemand im Raum ist.

7. Keine echten Kerzen

Ein wedelnder Schwanz oder eine neugierige Pfote reicht, und eine echte Kerze fällt um. Am Baum und in Reichweite der Tiere sind LED-Kerzen die bessere Wahl. Sie sehen inzwischen täuschend echt aus.

8. Das Baumwasser abdecken

Viele Katzen und Hunde trinken gern aus dem Baumständer. Im Wasser landen aber Nadeln, Harz und eventuell Zusätze für Frischhaltung. Deck den Ständer ab, zum Beispiel mit einer Baumdecke oder einem Ständer mit geschlossenem Wasserbehälter, und gib keine Zusätze ins Wasser.

9. Nichts Essbares an den Baum

Schokoladenanhänger und Plätzchen am Baum sind für Hunde eine Einladung. Schokolade ist für Hunde und Katzen giftig. Auch Anhänger aus Salzteig gehören nicht an einen Baum in Hundehaushalten, denn das viele Salz kann Hunden gefährlich werden.

10. Weihnachtspflanzen außer Reichweite

Weihnachtsstern, Amaryllis, Mistel und Christrose gelten als giftig für Katzen und Hunde. Stell sie dorthin, wo deine Tiere nicht hinkommen, oder greif zu schönen Kunstblumen und Zweigen aus Stoff.

Besondere Tipps für Hunde

  • Lass die unteren Zweige frei, damit ein wedelnder Schwanz keine Kugeln abräumt
  • Leg keine Geschenke mit Essbarem unter den Baum, Hundenasen finden alles
  • Junge Hunde kauen gern an Zweigen und Kabeln: In den ersten Tagen den Baum nur unter Aufsicht zugänglich machen

Alternativen für sehr neugierige Tiere

Wenn deine Katze den Baum als Kletterwand betrachtet, gibt es schöne Lösungen, die trotzdem festlich aussehen:

  • Ein kleiner Baum auf einem stabilen Möbel in einem Raum, den das Tier nicht betritt
  • Ein Wandbaum aus Holzlatten oder Ästen mit Lichterkette und Holzschmuck
  • Ein dekorierter Zweig in einer schweren Bodenvase, der weniger zum Klettern einlädt

Wenn doch etwas passiert

Hat dein Tier Lametta, Schokolade oder Teile einer giftigen Pflanze gefressen, ruf sofort deine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst an. Warte nicht ab, bis Beschwerden auftreten.

So steht einem entspannten Fest nichts im Weg, mit Baum, Katze und Hund. Merk dir die Tipps auf Pinterest, damit du sie beim Aufstellen zur Hand hast.